Sonntag, 10. Juni 2012

Hereinspaziert...

...ins Museum für Völkerkunde in Hamburg!




Hier war die Batik-Sonderausstellung und hier hat auch mein zweistündiger Batik-Workshop stattgefunden, der von Frau Brigitte Willach geleitet wurde.


Das erhitzte Wachs wird mit einem Canting auf den Stoff aufgetragen. Das ist ein Holzstab, an dessen Ende ein Metallgefäß mit Ablauf angebracht ist, durch den das heiße Wachs auf den Stoff aufgetragen werden kann. Hier sieht man den Wachserhitzer mit Canting.


Und hier meine Nachbarin im Kurs beim Auftrag des Wachses auf das Baumwolltuch.


Weil der Ablauf am Canting sehr fein ist, besteht die Kunst darin, nicht mit dem Wachs zu tropfen und zum anderen nur gerade so lange auf dem Stoff zu zeichnen, wie das Wachs die richtige Temperatur hat. Zeichnet man zu lange, wird das Wachs hart und der Ausguß verstopft. Das richtige Fingerspitzengefühl erwirbt man sicherlich erst mit einiger Übung.

Ist das Wachs fertig aufgetragen, kommt das Tuch in das Farbbad. 


Die Kunst des Batikens besteht

1. in der Vielfältigkeit und Kleinteiligkeit der Muster
2. in der Auswahl der Muster und der Kunstfertigkeit des Auftrags
3. in den vielen verschiedenen Färbungen

Denn die Batiken, die ich im Museum gesehen habe, bestehen aus sehr vielen Farben. Ist die erste Färbung gemacht, muß das Tuch trocknen und dann werden weitere Teile des Bildes mit Wachs abgedeckt. Danach kann das Tuch ins zweite Farbbad u.s.w. So entsteht Tiefenschäfe und Lebendigkeit.

Dieses Bild war im ersten Farbbad und wurde von mir mit einer zweiten Wachsschicht abgedeckt.


Dies sind meine Bilder vor dem Ausbügeln des Wachses. Das linke Bild war in nur einem Farbbad. Es wurde allerdings beim Färben nicht bewegt, so daß eine "Zweifarbigkeit" entstand. Das zweite Bild wurde zweimal blau gefärbt.


Hier seht Ihr die fertigen Bildern nach dem Bügeln.




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